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Kaum ist der Regen vorbei, trauen sich die Laubfrösche raus und klettern das Schilf empor, um die Sonne zu genießen. Oft übersieht man diese Winzlinge, die kaum die Größe einer 1 Euro-Münze haben. Einzigartig sind ihre Haftscheiben unter den Zehen, mit denen sie sogar in hohe Bäume klettern können. Der Laubfrosch gehört zu den streng geschützen Arten gem. Bundesnaturschutzgesetz.

Bei einem Spaziergang durch den Duvenstedter Brook, konnte ich heute diese Ringelnatter beobachten, die sich bemerkbar machte, nachdem ich fast auf sie drauf getreten wäre. Dabei war sie mit mindestens einem Meter und einer Dicke von einem Daumen, recht groß, weshalb ich davon ausgehe, dass es sich um ein Weibchen handelte. Sie zischte und stellte den Oberkörper auf, bevor sie in dichtem Gras verschwand.

Langsam schlägt das Wetter um und wird herbstlich. Heute Morgen war es grau in grau und etwas diesig, als ich mich entschloss, einen Spaziergang durch den Brook zu machen. Hoffnung auf schöne Bilder hatte ich nicht, dennoch kann man im Brook nie sicher sein, doch etwas vor die dicke Linse zu bekommen. Am ersten Sichtschirm, sah ich bereits einen Rothirsch in einiger Entfernung, der lange an einer Stelle stand und durch die Gegend schaute. Für mich stand er zu weit weg, sodass ich lediglich seinen Anblick genoss, bevor er im Schilf entschwand. Jetzt, wo die Brunft der Rothirsche fast vorbei ist, kehrt langsam Ruhe ein und die Hirsche sondern sich wieder vom Kahlwild ab. Als ich weiter ging, hörte ich plötzlich und ganz in der Nähe Kampfgeräusche zweier Damhirsche im Wald. Dabei klang es als schlage jemand zwei Bretter gegeneinander. Kurze Zeit später – ich hatte meine Kamera schussbereit, trollte sich der unterlegene Hirsch über die Wiese und ich konnte noch eine nette Aufnahme von ihm machen.

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die warmen Tage sind vorbei und morgens steigt der Nebel empor, wenn die Rothirsche im Duvenstedter Brook mit der Brunft beginnen. Schon in der Dunkelheit breche ich zu Hause auf, um rechtzeitig mit dem Beginn der Dämmerung im Brook zu sein. Schon vom Parkplatz hört man das imposante Röhren der Hirsche durch die Nacht. Nach zwei Kilometern Fußmarsch habe ich dann einen der Beobachtungsschirme erreicht. Ganz leise bewege ich mich vorwärts und versuche dabei möglichst wenig Geräusche zu produzieren um die Hirsche nicht auf mich aufmerksam zu machen, denn nur so gibt es die Chance auf gute Fotos. Dieser Hirsch wurde vor Jahren von der Jagdbehörde der Name „Thor“ gegeben. Er kehrt Jahr für Jahr zur Brunft in den Brook zurück, bis er zum Abschuss frei gegeben wird, oder auf anderem Wege zu Tode kommt.

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neigt sich der Sommer dem Ende entgegen und die jungen Eisvögel erkunden ihre Umgebung. Blitzschnell fliegen sie in gradlinigem Flug, wie ein Pfeil das Flüsschen hoch und runter und lassen ihren markanten Pfeifton erklingen. Offensichtlich ist das Revier nicht ihre Brutgegend, denn von den Altvögeln ist keine Spur. Noch fliegen sie oft zu zweit umher und jagen sich gegenseitig, aber bald schon wird ein Jungvogel aus dem Revier vertrieben.

junges Eisvogelweibchen im Morgenlicht

junges Eisvogelweibchen im Morgenlicht

Traditionell ist der August meine Eisvogelzeit. Sicherlich kann man den Eisvogel das ganze Jahr über in unseren Breiten fotografieren, dennoch bietet sich insbesondere der August an, da jetzt viele junge Vögel ihre ersten Flugversuche machen und oftmals mehrere Vögel in einem Revier anzutreffen sind. Eisvögel brüten im Jahr bis zu drei mal, deshalb trifft man insbesondere im Spätsommer mehr Eisvögel an, als im Frühjahr. Dieser Jungvogel scheint ein junges Weibchen zu sein, dass man am orangenen Unterschnabel erkennt. Dass es sich um einen Jungvogel handelt, sieht man daran, dass er farblich noch nicht so ausgeprägt ist und die Füße noch teilweise dunkel sind. Ausgewachsene Vögel haben knallorangene Füße.

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