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und wieder ist es Herbst geworden. Die Tage und Nächte sind schon fast gleich lang, sodass die Zeit der Hirsche kommt. Jeweils zum Äquinoktium im Herbst, ist die Hochbrunft der Rothirsche und deshalb habe ich mich heute weit vor Sonnenaufgang auf den Weg gemacht, wohl wissend, dass eine gehörige Spur Glück dazu gehört, die Hirsche nah vor die Kamera zu bekommen. Als ich noch bei Dunkelheit im Brook ankam, fing es gerade an zu regnen und nur am östlichen Horizont, sah ich einen Streif Morgenrot am Himmel. Etwas Überwindung kostete es schon, aber allein die Brunftrufe in der Dunkelheit sind Motivation genug, den noch recht weiten Weg zu Fuß mit schwerem Gepäck zurück zu legen. 

Ich war ganz alleine, als ich an den Sichtschirmen ankam und genoß die Ruhe, die nur durch das Röhren der Hirsche unterbrochen wurde. Ganz weit waren sie nicht, soviel ahnte ich, aber zu sehen war nichts.  Leider zog sich das den ganzen Morgen so hin. Ab und zu schaute mal etwas Kahlwild aus einem Erlenwäldchen, verzog sich aber gleich. Gegen späten Vormittag riss die Wolkendecke auf und die Sonne blinzelte durch die Wolken, als die erste Hirschkuh aus dem Wald auf die Lichtung schritt und zu äsen begann. Mit ihr kam immer mehr Kahlwild, so nennt man das weibliche Rotwild und deren Kälber beider Geschlechts, raus auf die Wiese in den Sonnenschein. Hintendran der mächtige Platzhirsch, der sein Rudel immer im Auge hatte und es vor Nebenbuhlern schützte. Nur selten konnte ich im Brook von Nahem ein so großes Rudel ablichten.

 

Nun ist sie endlich eingeweiht, das neue moderne Wahrzeichen der Stadt – ebenbürtig  dem Eifelturm, der Sydney Opera, oder dem Burj Khalifa in Dubai. Glanzvoll, majestätisch und erhaben thront sie über dem Hafen und verleiht der Stadt das Prädikat „Must have seen“ für einen jeden, der Deutschland besucht.

Leider war das Wetter alles andere als günstig. Bereits seit 15:00 Uhr wartete ich an den Stage-Theatern im Hafen auf den großen Moment und als die Lightshow um 20:30 Uhr endlich begann, setzte der Regen ein und dunkle Regenschwaden zogen mit Sturmböen durch den Hafen. Als die Objektivlinse voller Regentropfen und die Kameraausrüstung vollkommen nass war, trat ich vollkommen durchgefroren den Heimweg an, ohne das Ende der Show abzuwarten.

 

ist ein Trockendock der Blohm & Voss-Werft im Hamburger Hafen, direkt gegenüber den Landungsbrücken. Hier werden Schiffsreparaturen von Schiffen bis über 350m Länge durchgeführt. Am gestrigen Tag, stand die MS Oriana, ein 260m langes Kreuzfahrtschiff der P&O Cruises im Dock 17, um gewartet und umfangreich repariert zu werden. 201621128_l6a8728-kopie

Langsam schlägt das Wetter um und wird herbstlich. Heute Morgen war es grau in grau und etwas diesig, als ich mich entschloss, einen Spaziergang durch den Brook zu machen. Hoffnung auf schöne Bilder hatte ich nicht, dennoch kann man im Brook nie sicher sein, doch etwas vor die dicke Linse zu bekommen. Am ersten Sichtschirm, sah ich bereits einen Rothirsch in einiger Entfernung, der lange an einer Stelle stand und durch die Gegend schaute. Für mich stand er zu weit weg, sodass ich lediglich seinen Anblick genoss, bevor er im Schilf entschwand. Jetzt, wo die Brunft der Rothirsche fast vorbei ist, kehrt langsam Ruhe ein und die Hirsche sondern sich wieder vom Kahlwild ab. Als ich weiter ging, hörte ich plötzlich und ganz in der Nähe Kampfgeräusche zweier Damhirsche im Wald. Dabei klang es als schlage jemand zwei Bretter gegeneinander. Kurze Zeit später – ich hatte meine Kamera schussbereit, trollte sich der unterlegene Hirsch über die Wiese und ich konnte noch eine nette Aufnahme von ihm machen.

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die warmen Tage sind vorbei und morgens steigt der Nebel empor, wenn die Rothirsche im Duvenstedter Brook mit der Brunft beginnen. Schon in der Dunkelheit breche ich zu Hause auf, um rechtzeitig mit dem Beginn der Dämmerung im Brook zu sein. Schon vom Parkplatz hört man das imposante Röhren der Hirsche durch die Nacht. Nach zwei Kilometern Fußmarsch habe ich dann einen der Beobachtungsschirme erreicht. Ganz leise bewege ich mich vorwärts und versuche dabei möglichst wenig Geräusche zu produzieren um die Hirsche nicht auf mich aufmerksam zu machen, denn nur so gibt es die Chance auf gute Fotos. Dieser Hirsch wurde vor Jahren von der Jagdbehörde der Name „Thor“ gegeben. Er kehrt Jahr für Jahr zur Brunft in den Brook zurück, bis er zum Abschuss frei gegeben wird, oder auf anderem Wege zu Tode kommt.

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neigt sich der Sommer dem Ende entgegen und die jungen Eisvögel erkunden ihre Umgebung. Blitzschnell fliegen sie in gradlinigem Flug, wie ein Pfeil das Flüsschen hoch und runter und lassen ihren markanten Pfeifton erklingen. Offensichtlich ist das Revier nicht ihre Brutgegend, denn von den Altvögeln ist keine Spur. Noch fliegen sie oft zu zweit umher und jagen sich gegenseitig, aber bald schon wird ein Jungvogel aus dem Revier vertrieben.

junges Eisvogelweibchen im Morgenlicht

junges Eisvogelweibchen im Morgenlicht

Traditionell ist der August meine Eisvogelzeit. Sicherlich kann man den Eisvogel das ganze Jahr über in unseren Breiten fotografieren, dennoch bietet sich insbesondere der August an, da jetzt viele junge Vögel ihre ersten Flugversuche machen und oftmals mehrere Vögel in einem Revier anzutreffen sind. Eisvögel brüten im Jahr bis zu drei mal, deshalb trifft man insbesondere im Spätsommer mehr Eisvögel an, als im Frühjahr. Dieser Jungvogel scheint ein junges Weibchen zu sein, dass man am orangenen Unterschnabel erkennt. Dass es sich um einen Jungvogel handelt, sieht man daran, dass er farblich noch nicht so ausgeprägt ist und die Füße noch teilweise dunkel sind. Ausgewachsene Vögel haben knallorangene Füße.

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