Schachbrettblumen

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Der Vollmond strahlte mich an, als ich heute Morgen um 4:00 Uhr aufstand und es war frostig. Die Wetterprognosen waren sehr gut, als ich mich auf den Weg in die Elbmarsch machte, dort, wo alljährlich tausende von Schachbrettblumen ihre glockenförmige Blüte in den Himmel strecken. Als ich am Deich ankam, wurde es schon Zeit, denn nur noch wenige Minuten verblieben mir, bis der Mond am Horizont verschwinden sollte und der Tag anbrach. Ich ging schnellen Schrittes bis zu der Wiese, wo die Schachbrettblumen noch vom Raureif der Nacht überzogen waren. Leider dauerte das Aufbauen und Einrichten der Kamera und die Suche nach der passenden Blüte doch länger, als geplant und der Mond verabschiedete sich über der Elbe. Schade, dachte ich mir, den die schönste Zeit für die Schachbrettblume ist bis zum Sonnenaufgang, denn sobald die Sonne hinter dem Horiziont erscheint, schmilzt schnell der Frost auf den Blüten und das Licht wird alsbald zu grell. Ein paar ganz schöne Fotos sind trotz des verpassten Mondes dennoch dabei raus gekommen und natürlich habe ich einen wunderschönen Sonnenaufgang in der Marsch erlebt.

Der Uhu brütet

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nun werden die Blätter schon grün und die Natur beginnt zu blühen. Im November letzten Jahres, besuchte ich abends mein Uhu-Revier, was für mich zu Fuß erreichbar ist. In der Dämmerung hörte ich die Kontaktrufe des Uhus und wusste, dass er sich noch in seinem Revier befindet. Als ich Mitte Februar dann meinen Kontrollgang machte, hörte ich Männchen und Weibchen ebenso. Ich freute mich, ihn an gleicher Stelle zu hören, wo er auch im letzten Jahr brütete. Umso enttäuschter war ich gestern, als ich ein leeres Nest auf einem alten Bauwagen vorfand. Irgendwo musste er doch sein, denn ich fand überall älteres Gewölle unter den Fichten, die er im Winter gerne als Tageseinstand aufsucht, da das Nadelwerk ihm Deckung bietet. Ich suchte den Wald systematisch ab und war hoch erfreut, als ich das Männchen 500m weiter, als im letzten Jahr, aus  einer Fichte davon fliegen sah. Hier irgendwo muss der Uhu in diesem Jahr sein Nest haben. Uhus brüten gerne in Steinbrüchen an der Felswand, da es in Schleswig-Holstein aber wenig Steinbrüche gibt, sind sie im Flachland eher Bodenbrüter, was die Gefahr des Brutabbruchs durch Störer oder Prädatoren wahrscheinlicher macht. Nur selten sind sie in Bäumen zu finden, da sie in einer Krone eines Baumes für die Aufzucht viel Platz brauchen. Offensichtlich hatte mein Uhu so einen Baum, in Form einer alten Eiche gefunden. Als ich ihn heute aufsuchte, hatte er die Flügel schon leicht abgespreizt, sodass ich davon ausgehe, dass die Brut schon geschlüpft ist und sich warm unter seinem Daunenkleid befindet.

Blaukehlchen

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Seit gestern ist der Frühling da. Die Temperaturen gingen in der Nacht lediglich auf 11° Grad zurück. Als ich heute Morgen aufstand, merkte ich gleich, dass der Winter nun Vergangenheit ist, auch wenn es noch sehr kalt werden kann. Die Bäume beginnen zu knospen und die Vögel singen, wie es schöner nicht sein kann. Ich hatte gehört, dass auch die Blaukehlchen schon wieder zurück seien, also machte ich mich heute Morgen in aller Frühe auf den Weg ins Moor und brauchte auch nicht lange zu suchen. Die Blaukehlchen trällerten ihr Lied und saßen auf den Spitzen der Sträucher, an den Schilfhalmen und auf den Spitzen des Röhrichts. Blaukehlchen mögen Feuchtwiesen und Moore. Ich war erstaunt, denn noch nie hatte ich so viele Reviere ausmachen können. Liegt das am vergangenen milden Winter ?

Der Frühling ist da

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und sobald die Sonne am Horizont erscheint, drängt sie der Raureif, welcher sich am frühen Morgen wie eine zarte weiße Haut über die Landschaft legt, zurück. Schnell merkt man nun die Kraft, die die Frühlingssonne hat. Das Licht ist wunderschön – ideal um auf Fototour zu gehen, den Frühling einzufangen. Schon fliegen die ersten Zitronenfalter über die Wiesen, die Buschwindrösschen blühen und seit gestern ist auch der Storch zurück aus Afrika. Der Frühling ist da.