Waldohreule in der Morgensonne

20160328-_L6A4812 - Kopievor ein paar Tagen bekam ich den Hinweis eines Bekannten auf einen Waldohreulenschlafplatz. Nun denkt man sich sicherlich, dass dieser Schlafplatz abseits der Zivilisation oder wenigstens im Hinerhof eines dichten Nadelbaumes liegen würde, dort wo es ruhig ist, und die Eule einen seeligen Tagesschlaf abhalten kann. Weit gefehlt! Man ist halt keine Eule und deshalb ist es unmöglich als Mensch zu sagen, wenn ich Eule wäre, würde ich diesen Baum als Schlafplatz aussuchen! Unter unzähligen Bäumen, die in der Umgebung stehen und hübsch aussehen, nimmt sich die Waldohreule den für den Menschen optisch unattraktivsten, der zudem noch an der unmöglichsten Stelle steht. Das sicherste Erkennungsmerkmal eines Schlafplatzes ist wohl der Eulenkot unter dem Schlafplatz auf dem Boden und Gewölle, also unverdauliche Reste der Beute, die die Eule als, wie Ćevapčići-aussehende, dunkelgraue Bröckchen wieder auswürgt.

Diese Eule hatte ihren Schlafplatz in einem Wohngebiet von Einfamilienhäusern in einer Kiefer gewählt, die mit ihren Ästen über einen Bürgersteig und eine Siedlungsstraße führt. Durchfahrende Lkws mit ihren hohen Aufbauten, die die Eule um haaresbreite streiften, störten die Eule nicht im geringsten. Ebenso die vielen Leute, die den Gehweg unter ihr benutzten und erstaunt stehen blieben, um die Eule zu beobachten. Man ist halt keine Eule, die, sucht sich ihren Schlafplatz nach ihren eigenen Kriterien aus.

Eulen und Käuze / Owls

 

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Der Steinkauz

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ist eine der kleinsten Eulen mit kurzem Schwanz und auffallend flacher Stirn. Er kommt vor allem in offenen Landschaften vor, die von Bäumen durchsetzt sind. Insbesondere in alten Kopfweiden und Obstbäumen findet er Asthöhlen, die er als Unterschlupf und Bruthöhle mag. Dazu eine kurzgefressene, ganzjährig genutzte Kuhweide oder Pferdewiese, wo er nach Käfern, Regenwürmern, aber auch kleinen Vögeln oder Mäusen jagt. Leider gibt es in unseren Kulturlandschaften immer weniger dieser Habitate, sodass ihm an ausgewählten Standorten auch Nisthilfen in Form von ausreichend tiefen Röhren als Bruthilfe angeboten werden können. In Schleswig-Holstein gibt es die größten Vorkommen des Steinkauzes im Bereich der Geest, insbesondere in Dithmarschen.

Der März ist bisher zu kalt

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Anders, als die Monate Januar und Februar, die, glaubt man der Wissenschaft, wieder ein Beweis für die drohende Klimaerwärmung waren, ist der März bisher bei uns im Norden um ca 1,5° Grad Celsius zu kalt. Nur zögerlich kommen die ersten Frühblüher aus dem Boden, was zum Vorteil hat, dass sie länger blühen. Nur die Schneeglöckchen blühen bisher in voller Pracht und die wilden Krokusse sind kurz davor. Auch die ersten Leberblümchen, schauen jetzt zaghaft im Wald mit ihren Köpfen aus dem Laub des vergangenen Jahres. Die meisten Blüten sind noch geschlossen, aber der Boden erwärmt sich jetzt mit jedem Tag und schon bald blühen sie in zartem Blau und geben dem Waldboden die ersten dezenten Tupfer.

Vorfrühlingsboten

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Noch immer ist es draußen sehr kalt und der Frühling wagt sich nur in ganz kleinen Schritten Richtung Norddeutschland. Dennoch blühen seit ein paar Wochen die Schneeglöckchen und auch die Krokusse zeichnen die ersten Farben in das noch frische Jahr. Nun ist es Zeit, das Makroobjektiv auszupacken und den Frühling aus allernächster Nähe unter die Lupe zu nehmen.