Mein alter Kumpel, der Waldkauz

musste herhalten, mangels geeigneter Motive in diesem bisher für mich recht erfolglosem Jahr. Und doch ist es immer wieder schön zu sehen, dass es ihm gut geht. Ein Jahr habe ich ihn nun nicht mehr besucht und als ich dort im Wald saß, den Tarnumhang übergeworfen und darauf wartete, dass er sich zeigt, dachte ich, die Zeit wäre stehen geblieben. Eine Stunde dauerte es, bis er wieder aus seiner Höhle hervorkrabbelte, denn als ich kam, versteckte er sich schnell. Erst verstohlen, mit einem Auge blinzelnd, schob er sich  langsam empor. Die Luft war rein, empfand er und ich saß regungslos unter meinem Umhang. Nun zeigte er sich so, wie er immer den Tag verträumt in seinem alten Kirschbaum sitzt und auf die Nacht wartet, um auf Jagd zu gehen.

 

Schöpfmühle in Honigfleeth

nach unzähligen Tagen zähen Nebels und Temperaturen um den Gefrierpunkt, riss gestern Abend der Himmel einen Augenblick auf. Ich nutzte die Stunde, um eine kleine Windmühle zu besuchen, die ich mir schon lange vorgenommen hatte. Leider war der Himmel nicht optimal und es lag immer noch ein dunstiger Schleier am Horizont. Die Bockmühle in Honigfleeth, ist eine Schöpfmühle, die den Wasserpegel der landwirtschaftlichen Flächen zum Maschland hin regulierte. Einige hundert Windmühlen dieser Art, waren früher nötig, den Wasserstand der Gräben in der Marsch auszugleichen. Die Bockmühle ist eine der letzten übrig gebliebenen und wird liebevoll durch den  Förderverein Bockmühle instandgehalten und betrieben.