Eine ganz andere Art der Fotografie, ist die Fotografie aus dem Tarnzelt heraus. Für mich, der ich sonst den eher wenig scheuen Sperlingskauz fotografiere, bei der eine Tarnung unnötig ist, braucht man eine Tarnung zur Fotografie des Steinkauzes sehr wohl. Umso mehr freute es mich, dass ich mal die Chance hatte diese kleine Eule, die es bei uns in der Gegend nicht mehr gibt, fotografieren zu können.
Der Steinkauz ist, ähnlich wie die Schleiereule ein Kulturfolger und nutzt Brutröhren oder Brutkästen, die ihm der Mensch zur Verfügung gestellt hat. Seine natürlichen Bruthöhlen in alten Kopfweiden oder Höhlen in alten Obstbäumen, sowie eine landwirtschaftliche Grünland- und Viehwirtschaft, bei der das Vieh noch auf der Weide grasen darf und somit die Vegetation kurz hält, sind selten geworden. Die aber braucht der Steinkauz zum Jagen nach Mäusen und Regenwürmern. Der Steinkauz jagt vor allem in den späten Abendstunden und in der Nacht. Wenn sich der Tag dem Ende neigt, wird er aktiv und oft nutz er die tiefstehende Sonne noch, um ein Sonnenbad zu nehmen, wie in diesem Bild auf einem Holzstapel.