sollte man meinen. Jedoch trifft das leider nicht zu. Der Steinkauz liebt offene Kulturlandschaften, die durchzogen sind mit Feldgehölzen, Streuobstwiesen und alten Kopfweiden, in denen er Höhlen findet zum Nisten. Dazu ganzjährig bewirtschaftete Kuh- oder Pferdewiesen, auf denen das Gras kurz ist und er Käfer, Regenwürmer und Mäuse als Nahrung findet. Bedauerlicherweise sind diese Bedingungen in der durch die heutige Landwirtschaft mit ihren auf Höchsterträgen ausgerichteten Betrieben, denkbar schlecht und zuviel Grünland wurde in der Vergangenheit in riesengroße Ackerflächen umgewandelt und so verschwand der Steinkauz aus unserem Dorfleben, zu dem er jahrhunderte gehörte. Leider auch aus Kisdorferwohld, meinem Wohnort.

Und doch gibt es in Schleswig Holstein Regionen, in denen er noch vorkommt. Regionen, in denen sich engagierte Bürger um den Steinkauz bemühen und ihm ein Ambiente schaffen, in dem er leben kann. Dazu reichen oft kleine Maßnahmen, wie ihm geeignete Nisthilfen zu schaffen, Streuobstwiesen zu erhalten, alte Weiden sachgerecht zu schneiden und Grünlandflächen zu erhalten.

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