Vier Wochen sind her,

ganz zaghaft

Nach endlosem Suchen

Da kann man’s aushalten,

Nachthimmel

Kalt war es und ein eisiger Wind wehte, als ich heute in Westerhever ankam. Lange hatte ich auf einen meteorologisch günstigen Tag gewartet, der klares Wetter versprach, sodass ich mich mittags entschloss, daheim los zu fahren. Das Thermometer zeigte -2° Grad Celsius an, aber wenn man ein Ziel hat und norwegenerprobte Kleidung, sollten die Temperaturen kein Problem sein. Eine Handvoll Touristen kam mir auf dem Weg zum Leuchtturm entgegen, als ich langsamen Schrittes zum Leuchtturm spazierte. Je tiefer die Sonne stand, umso schöner und wärmer wurde das Licht. Von weitem sah ich einige Touristen auf dem Deich stehen und fotografieren, als die Sonne hinter dem Leuchtturm unterging. Der Himmel hatte ein sattes Orange angenommen und je weiter ich mich Richtung Osten drehte, umso blauer wurde der Himmel. Nur ein paar Möwen störten die herrliche Stille, als sich die letzten Touristen vom Deich verzogen. Im letzten Licht des Tages zogen große Schwärme von Seevögeln tief über das Watt und es wurde immer kälter. Zeit hatte ich genug, mir einen schönen Standort für das Bild auszusuchen, welches ich versuchen wollte umzusetzen, jedoch dauerte es länger als erwartet, bis es dunkel genug war und sich der Sternenhimmel zeigte. Es war schon 19:00 Uhr, als ich das letzte Foto im Kasten hatte und zufrieden, aber durchgefroren, den Rückweg zum Auto antrat.  

Weißt du wieviel Sternlein stehen

Seit November letzten Jahres lag der Norden Deutschlands unter einer mehr oder weniger dicken Dunst- oder Nebelschicht und nur Sturm oder Dauerregen variierten das trübe Winterwetter. Langsam schlug dieses Wetter aufs Gemüt und so wartete ich mit Spannung auf eine Besserung der Wetterlage. Als es dann gestern wirklich klar wurde und selbst der Horizont nicht dunstig erschien, war die Freude umso größer. Als Ziel hatte ich vor, eine alte Windmühle, die sich unweit meines Heimatortes befindet, abzulichten. Als ich dort im letzten Dämmerlicht ankam, war sie durch Scheinwerfer angestrahlt. Was für das menschliche Auge hübsch anzuschauen ist, ist für eine Nachtaufnahme mit Sternenhimmel vollkommen unbrauchbar, sodass ich mir eine andere Location aussuchen musste. Diese fand ich in diesen Hügelgräbern. Bei den Hügelgräbern angekommen, war es dunkel genug um den Sternenhimmel auch schön zur Geltung kommen zu lassen.