Jeder kennt ihn. In Sichtweite des beliebten Ferienortes St. Peter-Ording, liegt etwa einen Kilometer vor dem Deich etwas abseits im Nationalpark Schleswig Holsteinisches Wattenmeer Deutschlands bekanntester Leuchtturm und Fotomotiv vieler Postkarten – der Leuchtturm Westerheversand. Im Herbst, wenn der Touristenstrom abebbt, kehrt dort Ruhe ein und es lohnt sich, einen Ausflug dorthin zu unternehmen. Tausende Zugvögel ziehen nun über das Wattenmeer Richtung Süden und rasten in den vorgelagerten Salzwiesen. Bei klarer Sicht und gutem Wetter kann man das Leuchtfeuer aus Seerichtung etwa 22 Nautische Seemeilen (etwa 50 km) weit sehen.
Ein warmer Septembertag veranlasste mich gestern einen Ausflug dorthin zu machen und da das Wetter klar war, hoffte ich auf eine sternenklare Nacht. Jedoch hatte ich den Wind und die Mondphase unterschätzt. Eine steife böige Brise erwartete mich am Deich und der erwartete schöne Sonnenuntergang blieb aus, da die Sonne hinter einer Dunstschicht unterging. Schade, denn gerade den Sonnenuntergang hatte ich mir heute als fotografischen Schwerpunkt erhofft. Zu allem Überfluß hatten wir Halbmond und der leichte Dunst am Himmel war dafür verantwortlich, dass Streulicht über den ganzen Himmel sichtbar war und der Sternenhimmel nicht wie gewünscht zur Geltung kam. Dennoch genoss ich die Ruhe und das magische Licht, den der Leuchtturm nach Sonnenuntergang aufs Meer hinaus strahlte.