Obwohl ich zum fotografieren des Damwildes keine gute Position mit meinem Tarnzelt gewählt hatte, hörte ich nach Stunden des Ansitzens plötzlich ein flatterndes Geräusch mehrerer Vögel. Mit Mühe und Not sah ich aus meinem Versteck durch das kleine Sichtfenster des Tarnzeltes, wie neben mir Vögel an einer Pfütze landeten. Es waren Fichtenkreuzschnäbel, die aus den Wipfeln der umgebenden Fichten und Kiefern am Rand der Pfütze landeten um zu trinken. Nie hatte ich Fichtenkreuzschnäbel aus einer Distanz sehen können, die fast zu klein für mein großes sechshunderter Teleobjektiv sein würden. Ich genoss es ihnen zuzuschauen. Sie waren entweder grauorange, grau, oder gelbgrau und etwas dicker als ein Spatz. Mit ihren gekreuzten Schnäbel sind sie prädestiniert dafür Samen von Fichten und Kiefern zu knacken. Sie mal auf dem Boden sitzend zu sehen, ohne ein großes Fernglas zu brauchen, war ein besonderes Erlebnis.