bis ich auch in diesem Jahr einen der sehr seltenen kleinsten Eulen der Welt in unseren Wäldern finden konnte. Seit acht Tagen ist das Sperlingskauz-Weibchen mittlerweile in einer abgestorbenen Fichte am Brüten. Ausgerechnet die am ungünstigsten platzierte Spechthöhle hat sie sich ausgesucht obwohl der Baum aus menschlicher Sicht viel schönere Höhlen aufweist. Aber da ist sie – wie alle Frauen, eigen. Auf dem Bild ist noch das Männchen zu sehen, welches nach Bezug der Höhle durch das Weibchen, ein paar Tage noch die Beute an die Höhle bringen darf. Mittlerweile hat er aber Höhlenverbot und sie holt sich die Beute in einer nahegelegenen Fichte selbst ab. Die Eier können beim Sperlingskauz auch durchaus mal zwanzig Minuten allein gelassen werden. Bei jeder anderen Eule würde das den Brutabbruch zur Folge haben. Der Sperlingskauz hat seine Eier in eine warme Mulde aus Vogelfedern und Mausfellen warm eingepackt und man merkt, dass er eigentlich in den Wäldern Skandinaviens und unseren kühlen und nadelwaldreichen Mittelgebirgen heimisch ist.