und man sieht sie nur noch kurze Zeit nach dem Ausfliegen zusammen. Sie unternehmen schon weite Ausflüge, sodass das Zeitfenster, sie zu fotografieren, ohne ein Blitzlicht verwenden zu wollen, extrem klein geworden ist. Kaum sind sie abends ausgeflogen, zeigen sie sich nicht mehr lange. Man sieht sie dann die Straße im Tiefflug entlang fliegen, bis sie in der Dunkelheit verschwinden und lange weg bleiben. Wenn man aber einmal das Glück hat, sie zu erwischen, dann sieht man ihnen direkt ihre Lebensfreude an. Wie ein Papagei balancieren sie dann fast senkrechte Äste mit schlagenden Flügeln empor und beäugen neugierig mit wippendem Kopf ihre Umgebung. Wenn das Licht keine Aufnahmen mehr zulässt, die Eulen nicht mehr zu sehen sind und der Bodennebel langsam steigt, packe ich meine sieben Sachen ein und fahre zufrieden heim und merke, dass der Herbst vor der Tür steht.

 

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