und die Abende ungemütlich und nass, wollte ich nochmal bei den Schleiereulen vorbei schauen. Mittlerweile können beide Jungvögel fliegen und zeigen sich pünktlich vierzig Minuten nach Sonnenuntergang am Ausflugloch, um dort die Gegend zu beobachten. Eigentlich ist das Ausflugloch viel zu klein, für die beiden, aber Schleiereulen sehen gerupft wahrscheinlich eher aus wie die Hähnchen Witwe Boltes, aus Max und Moritz von Wilhelm Busch. Nur ihr aufgeplustertes flaumiges Federkleid lässt sie so massig erscheinen und der herzförmige Schleier, wirkt wie eine Parabolantenne zum zielsicheren aufspüren von Mäusen in der Dunkelheit. Wenn sie sich dann in den Nachthimmel begeben kreisen sie oft um die Scheune und setzen sich aufs Dach, wo manchmal eines der Elterntiere wartet und den Nachwuchs noch füttert. Ein spektakuläres Schauspiel und wunderschön anzuschauen, wäre es nicht schon viel zu dunkel um es zu fotografieren. Nur noch wenige Wochen, dann werden die jungen Schleiereulen aus dem Revier vertrieben und finden bei genügendem Nahrungsangebot  hoffentlich eine alte Scheune in der Nähe, um sich dort anzusiedeln.

 

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