Endlich kann ich mal mit meiner dicken Festbrennweite punkten, ist sie doch für die meisten Tierarten im Chobe viel zu groß dimensioniert, komme ich bei den Vögeln näher ran, als die anderen Fotografen in meinem Auto. Leider betrifft das nur die Vögel, denn bei den Elefanten, Flußpferden, Kaffernbüffeln hätte ich mit einem Weitwinkel wohl bessere Resultate erzielt. Sollte es irgendwann eine Fortsetzung meines Abenteuers geben, werde ich auf alle Fälle ein Zoom-Objektiv vorziehen.
Die Säugetiere sind schon beeindruckend in diesem Teil der Erde und der Mensch dominiert hier nicht in der Natur. Würde dort die gleiche Hysterie ausbrechen, wie bei uns in Deutschland, bezüglich der paar Wölfe, über die die Medien gleich mit Schlagzeile berichtet, würde die Savanne und das Buschland längst frei von Elefanten, Hippos, Löwen, Leoparden, Krokodilen, Hyänen, Wildhunden, grimmig dreinschauenden Büffeln sein, ja, was bleibt dann noch an Fauna übrig? … die Antwort überlasse ich Euch. Ich bin froh, dass in diesem Teil der Erde noch der Mensch, derjenige zu sein hat, der in der Natur vorsichtig sein muss und die Gesetze der Natur befolgen sollte, wenn er nicht selbst zur Beute werden will.
Nichtsdestotrotz sind nicht nur die Säugetiere atemberaubend, auch die Vogelwelt zeigt hier ihre einzigartige Schönheit. Deshalb zeige ich jetzt mal ein paar Vögel aus der Region Chobe. Wie z.B. die Bienenfresser (im Bild: südl. Karminspint und Zwergspint), die allerdings, bedingt durch die weltweiten klimatischen Veränderungen, schon bis in den Süden Deutschlands vorgedrungen sind, wo sie von Jahr zu Jahr in größerer Anzahl brüten, die Kingfisher (im Bild: Haubenzwergfischer oder Malachite Kingfisher), den Rotschulter-Glanzstar, verschiedenen Storcharten, wozu auch der Marabu gehört, der sich vornehmlich von Aas ernährt oder der Löffler, der sich auch immer mal wieder bis nach Deutschland verirrt.